Was gehört auf eine gute Unternehmenswebsite?
Auf eine Unternehmenswebsite gehören eine Startseite, die in einem Satz erklärt was Sie tun, konkrete Leistungsseiten, nachvollziehbare Referenzen, erreichbare Kontaktwege und die Pflichtangaben. Alles andere ist optional. Entscheidend ist, dass ein Besucher in dreißig Sekunden versteht, ob Sie ihm helfen können, und dann weiß, wie er Sie erreicht.
Welche Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?
Planen Sie nach Kundenfragen, nicht nach Ihrem Organigramm. Die Grundausstattung sind Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt, dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Damit lässt sich ein Betrieb vollständig darstellen.
Eigene Unterseiten lohnen sich, sobald eine Leistung eigene Fragen aufwirft. Ein Sanitärbetrieb, der Heizung, Badsanierung und Wartung anbietet, erklärt drei sehr verschiedene Aufträge. Dann sind drei Leistungsseiten besser als eine, die alles gleichzeitig abdeckt.
Halten Sie die Leistungen im Menü trotzdem als eine Gruppe erkennbar. Sieben gleichrangige Menüpunkte nebeneinander helfen niemandem beim Finden.
Eine Karriereseite kommt als eigener Baustein dazu, sobald Sie Personal suchen. Was dort hineingehört, steht in einem eigenen Artikel. Bei jeder weiteren Seite gilt: Welche Kundenfrage beantwortet sie, und wer hält sie aktuell?
Was muss auf der Startseite sofort erkennbar sein?
Was Sie anbieten, für wen und wo. „Willkommen bei Ihrem zuverlässigen Partner“ beantwortet keine dieser drei Fragen. „Badsanierung für Eigentümer in Wolfsburg und Umgebung“ beantwortet alle drei in sieben Wörtern.
Direkt darunter ein Satz zur eigentlichen Leistung: Übernehmen Sie Planung, Demontage und Einbau, und stimmen Sie die anderen Gewerke ab? Schreiben Sie das nur hin, wenn es stimmt. Wer zu viel verspricht, bekommt Anfragen, die er ablehnen muss.
Dann ein echtes Projektbild, eine kurze Leistungsübersicht und ein Kontaktbutton, der sagt wohin er führt. „Badsanierung anfragen“ ist besser als „Mehr erfahren“. Wer noch nicht so weit ist, schaut sich vorher ein Projekt an.
Die Startseite ist ein Wegweiser, kein Lager. Firmengeschichte, vollständiger Produktkatalog und technische Details gehören dorthin, wo jemand sie sucht, nicht in den Einstieg.
Was gehört auf eine Leistungsseite?
Alles, was jemand wissen muss, bevor er anfragt. Welches Problem lösen Sie, welche Arbeiten gehören dazu, und was muss der Kunde mitbringen? Bei einer Dachsanierung sind das Dachzustand, Dämmung, mögliche Ausführungen und die Frage, wie lange das Haus eine Baustelle ist.
Schreiben Sie auch die Grenzen hin. Machen Sie die Nebenarbeiten selbst, koordinieren Sie Partner, oder muss der Kunde noch zwei Betriebe beauftragen? Diese Auskunft ist mehr wert als ein Absatz über Leidenschaft und Qualität.
Zeigen Sie Projektbilder und schreiben Sie dazu, was Sie daran gemacht haben. Ein fertiges Bad verrät nicht, ob Sie gefliest oder den kompletten Umbau organisiert haben. Beantworten Sie außerdem die Fragen, die Ihnen Kunden ohnehin jedes Mal stellen.
Verwenden Sie die Wörter Ihrer Kunden, nicht Ihre internen Bezeichnungen. Und am Ende der Seite steht die Anfrage zu genau dieser Leistung, nicht ein Link zurück zur Übersicht.
Welche Inhalte schaffen Vertrauen?
Überprüfbare. Wer trägt die Verantwortung, welche Qualifikationen gibt es, und welche Arbeiten hat der Betrieb wirklich ausgeführt? Ein Kundenlogo ohne Kontext beweist nichts: Was war der Auftrag, was haben Sie übernommen, was zeigt das Bild?
Wir haben zum Beispiel die Website für Zimmerei Hammoud umgesetzt. Eine Referenz nennt Kunde und Leistung, statt nur ein Logo zu zeigen. Ein Link auf das Ergebnis macht sie nachprüfbar.
Für Ihre eigenen Referenzen heißt das: Ausgangslage, Ihr Anteil, sichtbares Ergebnis. Kundenstimmen bekommen einen Namen und einen Bezug zur Leistung, natürlich nur mit Zustimmung der Person.
Auf der Über-uns-Seite helfen echte Gesichter und echte Namen. Wir fotografieren und filmen in den Betrieben selbst, statt Stockmotive als Ihr Team auszugeben. Und zeigen Sie nur Zertifikate und Mitgliedschaften, die noch gelten.
Wie binde ich Kontakt und Pflichtangaben ein?
Nicht nur ganz unten. Telefonnummer und Kontaktlink gehören an sichtbare Stellen, und jede Leistungsseite bekommt einen direkten Anfrageweg. Wer Kundenbesuche hat, ergänzt Adresse, Öffnungszeiten und einen Hinweis zur Anfahrt.
Das Anfrageformular fragt nur ab, was Sie für eine erste Antwort brauchen. Bei einer Sanierungsanfrage sind das Kontaktmöglichkeit, Ort und ein paar Sätze zum Vorhaben. Schreiben Sie dazu, was nach dem Absenden passiert.
Und prüfen Sie, ob die Nachricht wirklich ankommt. Ein grüner Haken auf dem Bildschirm beweist nicht, dass jemand im Betrieb sie liest. Telefon und E-Mail bleiben zusätzlich sichtbar, damit niemand allein auf das Formular angewiesen ist.
Impressum und Datenschutzerklärung müssen erreichbar sein und die tatsächlichen Verarbeitungen beschreiben. Trackingdienste, die eine Einwilligung brauchen, dürfen vor der Zustimmung nicht laufen. Lassen Sie die Rechtstexte prüfen, statt fremde zu kopieren.
Welche Technik muss funktionieren?
Testen Sie die Seite auf einem echten Handy, nicht im verkleinerten Browserfenster. Texte lesbar ohne Zoomen, Menü bedienbar, Kontaktbutton erreichbar. Dazu Tastaturbedienung, verständliche Formularbeschriftungen und Bildbeschreibungen.
Große Bilder und Videos dürfen den Aufbau nicht ausbremsen. Google nennt für den größten sichtbaren Inhalt höchstens 2,5 Sekunden, und zwar bei mindestens 75 Prozent der Aufrufe, getrennt gemessen für Handy und Desktop. Mit PageSpeed Insights sehen Sie, wo Sie stehen.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihre wichtigen Seiten für Suchmaschinen überhaupt erreichbar sind. Der häufigste Fehler beim Livegang ist eine Sperre aus der Entwicklungsphase, die niemand entfernt hat.
Zur Übergabe gehören HTTPS und geklärte Zuständigkeiten: Wer macht Updates, wer die Sicherungen, wer ändert Inhalte, und wer prüft nach einer Änderung die Formulare? Eine Website ist erst fertig, wenn die Kontaktwege nachweislich funktionieren.
Häufige Fragen
Reicht eine einzige Seite für meine Firmenwebsite?
Bei einem eng begrenzten Angebot ja. Sobald Ihre Leistungen unterschiedliche Erklärungen und eigene Referenzen brauchen, wird es auf einer Seite unübersichtlich. Entscheiden Sie nach Informationsbedarf, nicht nach Seitenzahl.
Brauche ich einen Blog?
Nur wenn Sie ihn pflegen. Solange Leistungsseiten fehlen oder veraltet sind, haben die Vorrang. Ein Nachrichtenbereich, dessen letzter Beitrag zwei Jahre alt ist, schadet mehr als er nützt.
Muss ich Preise auf der Website nennen?
Wo Leistung und Umfang feststehen, ja. Bei individuellen Aufträgen erklären Sie stattdessen, welche Angaben Sie für ein Angebot brauchen. Eine Größenordnung filtert Anfragen vor, die ohnehin nicht passen.
Soll mein Instagram-Feed auf die Website?
Nur wenn die Inhalte bei der Entscheidung helfen. Ein eingebetteter Feed kostet Ladezeit und braucht eine Einwilligung. Ein Link zum Profil tut es meistens auch.
Wer aktualisiert die Inhalte nach dem Start?
Benennen Sie jemanden im Betrieb für Leistungen, Öffnungszeiten und Ansprechpartner. Technische Wartung kann extern laufen. Legen Sie vorher fest, was Sie selbst ändern können, sonst bleibt die Seite stehen.