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Video & Film5 Min. Lesezeit

Welche Videos braucht ein Unternehmen wirklich?

Ein Unternehmen braucht in der Regel fünf Videoarten: Imagefilm, Social-Media-Clips, Recruiting-Video, Erklär- oder Produktvideo und Kundenstimmen. Welche davon zuerst entsteht, entscheidet Ihr aktuelles Ziel, nicht der Wunsch nach schönen Bildern. Für die meisten regionalen Betriebe reicht ein gut geplanter Drehtag, um Material für mehrere dieser Formate zu bekommen.

Welche Videos braucht ein Unternehmen wirklich?

Die Auswahl beginnt beim Ziel, nicht bei der Kamera. Ein Imagefilm erklärt das Unternehmen als Ganzes. Social-Media-Clips sorgen für regelmäßige Sichtbarkeit. Recruiting-Videos sprechen Bewerber an. Erklärvideos machen komplizierte Leistungen verständlich. Kundenstimmen liefern den Beleg von außen.

Kein Betrieb braucht alle fünf gleichzeitig. Ein Handwerksbetrieb mit vollen Auftragsbüchern und zwei offenen Stellen priorisiert anders als ein Industriezulieferer mit erklärungsbedürftigem Produkt.

Die nützlichste Frage vor jeder Produktion lautet: Welche Entscheidung soll dieses Video auslösen? Soll ein Interessent Vertrauen fassen, ein Bewerber den Arbeitsplatz verstehen oder ein Kunde eine Leistung begreifen? Daraus ergibt sich das Format fast von selbst.

Wann braucht ein Unternehmen einen Imagefilm?

Wenn Kunden in kurzer Zeit verstehen sollen, wer hinter dem Betrieb steht und wie dort gearbeitet wird. Der Imagefilm zeigt Menschen, Räume, Arbeitsweise und Haltung in einem zusammenhängenden Stück. Typische Einsatzorte sind die Startseite, Präsentationen und Messen.

Bei uns beginnt ein Imagefilm bei 3.500 Euro netto. Der Preis steigt mit weiteren Drehtagen, Locations, Sprecher, Musiklizenz oder Drohne. Imagefilm und Unternehmensvideo meinen dabei dasselbe, die Kostenlogik ist identisch.

Für VW Immobilien haben wir einen Imagefilm samt kürzerer Cutdown-Fassungen produziert. Aus einer Produktion entstand so nicht nur die lange Hauptfassung, sondern auch Material für andere Einsatzorte.

Planen Sie den Imagefilm deshalb nie allein. Welche Kurzfassungen Sie später brauchen, sollte vor dem Dreh feststehen, damit die passenden Einstellungen direkt mit entstehen.

Welche Social-Media-Videos braucht ein Unternehmen?

Social Media verlangt mehr Nachschub als eine Website. Sinnvoll sind kurze Einblicke: ein Projekt, ein Arbeitsschritt, eine häufige Kundenfrage, ein Mitarbeiter. Statt ständig neue Ideen zu suchen, bauen Sie besser wiederkehrende Formate auf.

Wie stark das inzwischen zum Standard gehört, zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung von 2025 unter 504 Handwerksunternehmen ab einem Beschäftigten: 56 Prozent haben eine eigene Präsenz oder schalten Werbung in sozialen Medien. Drei Jahre zuvor waren es 40 Prozent.

Bei uns beginnen einzelne Reels bei 300 Euro netto. Der Aufwand steckt nicht im Hochladen, sondern in Planung, Dreh und Schnitt. Deshalb produzieren wir mehrere Clips möglichst an einem Tag.

Denken Sie in Serien statt in Einzelstücken. Aus einem Projekt entstehen mühelos vier Clips: Vorher-Nachher, ein Arbeitsschritt im Detail, ein Satz vom Monteur und die Antwort auf die Frage, die Kunden dazu immer stellen.

Wann braucht ein Unternehmen ein Recruiting-Video?

Wenn Stellen offen sind und Bewerber den Arbeitsplatz sehen wollen, bevor sie sich melden. Es richtet sich nicht an Kunden, deshalb stehen Aufgaben, Team, Arbeitsumfeld und die Gründe für einen Wechsel im Mittelpunkt.

Wir arbeiten dabei mit echten Mitarbeitenden und echten Aufnahmen aus dem Betrieb. Das Video läuft auf der Karriereseite, in Stellenanzeigen und in Social-Recruiting-Kampagnen. Kurze Hochformat-Fassungen für Anzeigen entstehen am selben Tag.

Für die DLRG haben wir solche Recruiting-Videos produziert. Personalleiterin Maileen Aust sagt dazu, die Videos hätten genau die richtigen Bewerber angesprochen. Entscheidend war kein allgemeiner Unternehmensfilm, sondern Material für eine konkrete Aufgabe.

Wenn Sie akut Personal suchen, produzieren Sie deshalb nicht zuerst den Imagefilm. Das Recruiting-Video hat die klarere Aufgabe und zahlt sich schneller aus.

Wann lohnen sich Erklär- und Testimonial-Videos?

Erklärvideos werden wichtig, wenn Interessenten Ihre Leistung nicht sofort verstehen. Sie zeigen Funktionen, Abläufe und Unterschiede. Bei technischen Leistungen begreift man einen sichtbaren Prozess in dreißig Sekunden, wofür eine Textseite nicht reicht.

Testimonial-Videos lösen ein anderes Problem. Hier erzählt ein Kunde von seiner Erfahrung. Das Format greift dort, wo Interessenten längst wissen, was Sie anbieten, und nur noch Sicherheit für die Entscheidung brauchen.

Für Industrie und Mittelstand lassen sich beide verbinden: Ein Mitarbeiter erklärt den Prozess, reale Aufnahmen zeigen die Arbeitsschritte, und ein Kunde ordnet am Ende ein, was das praktisch gebracht hat.

Ein guter Hinweis darauf, welches Erklärvideo zuerst dran ist: die Frage, die Ihnen Kunden am häufigsten stellen. Was Sie zum zehnten Mal am Telefon erklären, gehört in ein Video.

In welcher Reihenfolge sollten Sie produzieren?

Fangen Sie mit dem Problem an, das Sie gerade Geld kostet. Offene Stellen kosten Umsatz, also zuerst das Recruiting-Video. Zu wenig Anfragen bedeutet Sichtbarkeit, also Social Media. Anfragen, die im Angebotsstadium versanden, bedeuten fehlendes Vertrauen, also Imagefilm oder Kundenstimme.

Der zweithäufigste Fehler ist, mit dem Imagefilm zu beginnen, weil er sich am meisten nach richtigem Film anfühlt. Er ist aber das Format mit dem indirektesten Nutzen und rechnet sich erst, wenn die dringenderen Lücken geschlossen sind.

Der häufigste Fehler ist, alles einzeln zu produzieren. Wenn Sie vor dem ersten Drehtag wissen, welche Formate im Lauf des Jahres gebraucht werden, entsteht ein großer Teil davon nebenbei. Wie das im Detail abläuft, steht im Artikel zum Ablauf einer Videoproduktion.

Häufige Fragen

Mit welchem Video sollte ein Unternehmen anfangen?

Mit dem, das Ihr dringendstes Problem löst. Offene Stellen sprechen für ein Recruiting-Video, fehlende Sichtbarkeit für Social-Media-Clips, zögernde Interessenten für Imagefilm oder Kundenstimme.

Was kostet ein Imagefilm?

Bei uns ab 3.500 Euro netto. Weitere Drehtage, Locations, Sprecher, Musiklizenz, Drohne und umfangreichere Postproduktion erhöhen den Preis.

Was kostet ein einzelnes Reel?

Bei uns ab 300 Euro netto. Günstiger pro Clip wird es, wenn mehrere an einem Drehtag entstehen.

Braucht jedes Unternehmen ein Recruiting-Video?

Nein. Es lohnt sich dann, wenn Sie offene Stellen besetzen wollen und Bewerber echte Einblicke in Arbeitsplatz, Team und Aufgaben brauchen, bevor sie sich melden.

Wie viele Videos braucht ein kleiner Betrieb im Jahr?

Für die meisten regionalen Betriebe reichen ein Hauptfilm und ein regelmäßiger Strom kurzer Clips. Die Menge ist weniger entscheidend als ein Rhythmus, den Sie durchhalten.